Facebook: Justizkrieg um Gründung entbrannt

Vangelis

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Greenspan-Klage soll "wahre Geschichte" ans Licht bringen
Der Streit um die Gründungsrechte von Facebook ist nicht beendet. Während die Öffentlichkeit sich aktuell vor allem für den Börsengang des populären Online-Netzwerks interessiert, versucht der selbsternannte Mitbegründer des Portals Aaron Greenspan Aaron Greenspan immer noch in langwierigen Prozessen vor Gericht, sich seinen Status als gleichberechtigter Erfinder neben CEO Mark Zuckerberg zu erstreiten und die "wahre Geschichte" ans Licht zu bringen. Eine kürzlich eingereichte Klage soll nun endgültig klären, ob die Geschichte der Entstehung der größten Internet-Community der Welt umgeschrieben werden muss oder nicht.

"Momentan ist sicher der ungünstigste Zeitpunkt, um Wahrheitsfindung in der Frage zu betreiben, wer Facebook wirklich erfunden hat", erklärt Markus Hübner, Social-Media-Experte von Brandflow Brandflow, die Agentur für vernetzte Markenführung und Kommunikation , gegenüber pressetext. Einerseits scheine es, dass gerade vor dem Börsengang noch jeder mitkassieren will, andererseits habe aber auch die jüngere Vergangenheit ein etwas schiefes Licht auf die Gründungsphase des Online-Netzwerks geworfen. "Gerade der Film 'The Social Network' hat hier einen negativen Beigeschmack hinterlassen und gezeigt, dass Mark Zuckerberg womöglich doch die ein oder andere Leiche im Keller liegen hat", meit Hübner.

Klage gegen Studio, Autor und Buch

"Ich habe mich im Herbst 2001 in Harvard eingeschrieben und dort viele wundervolle Freunde und miserable Lehrer getroffen", schreibt Arron Greenspan auf seiner Webseite. Einige Zeilen darunter berichtet er, wie er ein neues Universitätsportal namens "houseSYSTEM" entwickelte, um die Kommunikation am Campus zu modernisieren. In diesem Zusammenhang habe er auch das Feature "The Facebook" erfunden, das später von Zuckerberg für das heute bekannte Facebook adaptiert worden sei. "Keiner wollte meine Geschichte glauben", so Greenspan, der seine Geschichte auch in einem Buch festgehalten hat. "Die Wahrheit wird ans Licht kommen", ist er überzeugt.

Um sein Ziel zu erreichen, hat Greenspan einen regelrechten Justizkrieg gegen Zuckerberg und Co angezettelt. Der neueste Versuch, zu seinem Recht kommen, startete erst am 10. Mai: Greenspan reichte Klage gegen Sony als Produktionsstudio von "The Social Network" sowie gegen den Autor des Buches "The Accidental Billionaires" Ben Mezrich und dessen Verlag Random House ein. Diesen wirft er Urheberrechtsverletzungen, Betrug und "Verleumdung durch Unterlassung" vor.

Film beeinflusste Image

David Finchers Hollywood-Blockbuster um die Entstehungsgeschichte des weltgrößten Social Networks hatte Wahrnehmung und Image der Plattform und ihres Gründers stark beeinflusst (pressetext berichtete: "The Social Network" ändert Meinung zu Facebook ). Der Streifen, der sich in den Kinos als wahrer Kassenschlager entpuppte, wurde von Mark Zuckerberg von Anfang an boykottiert. So weigerte er sich etwa, mit den Machern des Films zu kooperieren, nahm an der Premiere nicht teil und bezeichnete die dargestellte Handlung als Fiktion.

(quelle)
 
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