Warum Handys im Bus nerven

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Vangelis

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Gesprächspausen versetzen das Gehirn in Alarmzustand

Der Siegeszug des Handys stößt nicht in jeder Situation auf Wohlgefallen. Im öffentlichen Verkehr, in Wartezimmern oder Restaurants ernten seine Nutzer oft ärgerliche Blicke. Warum das unverhoffte Mithören eines Handygesprächs so ablenkt, während normale Unterhaltungen kein Problem sind, haben nun Forscher der Cornell University Cornell University in der Fachzeitschrift "Psychological Science" geklärt. Unser Gehirn kommt nicht klar damit, nur einen Gesprächspart zu hören, so das Resümee der Wissenschaftler.


Vorhersage lässt ausschalten

"Unterhalten sich im Hintergrund zwei Menschen miteinander, so hören wir unbewusst das ganze Gespräch, Zeile für Zeile, also sowohl Frage als auch Antwort", erklärt Studienleiterin Lauren Emberson. Dass unser Gehirn den gesamten Diskussionsfluss registriert, kann es schon selbst vorhersagen, wie die jeweilige Reaktion auf eine Aussage sein wird. Das erleichtert uns, auszuschalten und die Sprechenden zu ignorieren. "Erst dadurch ist es uns möglich, an öffentlichen Plätzen mit vielen Menschen selbst zu kommunizieren", so die Forscherin.

Automatische Hellhörigkeit

Telefongespräche sind da anders. "Man hört nur, was die anwesende Person sagt, und dessen Reaktion auf die Hörpausen sind nicht vorhersagbar. Für unser Gehirn bedeutet das einen Alarmzustand", erklärt Emberson. Aus diesem Grund sei man automatisch viel aufmerksamer für das Gehörte und das Bewusstsein registriert es als Lärmbelästigung. "Am besten wäre es, in Anwesenheit anderer so leise als möglich zu sprechen. Sonst kommt man schnell in Gefahr unerwünschter Situationen." (pte)
 
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